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Als Besatzung mitspielen

Die meisten sitzen nicht am Leitstellenplatz, sondern auf einem Fahrzeug. Hier steht der ganze Ablauf aus dieser Sicht: aufsitzen, sich einsatzbereit melden, auf den Alarm warten, ihn in einem glaubwürdigen Tempo abarbeiten und am Ende das Fahrzeug wieder freigeben. Wer das ein Mal durchgespielt hat, braucht diese Seite nicht mehr.

Ein Fahrzeug aussuchen und besetzen

Links in der Konsole stehen alle Einsatzmittel der Leitstelle mit ihrem Status. Such dir eines aus, auf das du Lust hast und das niemand besetzt hat. Unbesetzte Fahrzeuge stehen auf Status sechs, denn ohne Besatzung ist niemand da, den ein Alarm erreichen könnte.

In der Web-Konsole besetzt du per Rechtsklick auf das Einsatzmittel, in der Einheitenliste ebenso wie im Tableau. Wer es lieber ausführlich mag, klickt das Fahrzeug an und nimmt rechts im Fahrzeugbereich den Knopf Besetzen. In der App öffnest du den Reiter Leitstelle und tippst unter Meine Fahrzeuge das gewünschte Einsatzmittel an.

Findest du keinen Knopf zum Besetzen, hat die Leitstelle das Selbstbesetzen ausgeschaltet. Dann besetzt nur, wer das Recht Fahrzeuge hat, oder die Leitstelle setzt dich selbst auf ein Fahrzeug. Ist das Fahrzeug bereits besetzt, bietet die Oberfläche statt Besetzen das Mitfahren an.

Einsatzbereit melden und warten

Sobald du sitzt, setzt du Status zwei, einsatzbereit auf Wache. Erst damit sieht die Leitstelle, dass sie dich verplanen kann. In der Web-Konsole geht das über das Statusfeld am ausgewählten Einsatzmittel oder über die Zifferntaste auf dem Nummernblock, in der App hältst du am Funkgerät die Taste zwei lang gedrückt.

Danach heißt es warten, und das ist kein Fehler. Disponentinnen und Disponenten arbeiten die einsatzbereiten Fahrzeuge nach und nach ab und überwachen dabei oft mehrere Rufgruppen gleichzeitig. Sitzt gerade niemand am Leitstellenplatz, kommt gar kein Einsatz.

Wer nicht warten will, gründet eine eigene Leitstelle und disponiert selbst. Das ist kostenlos und braucht keine Bewerbung.

Den Einsatz glaubwürdig abarbeiten

Der Alarm erscheint im Melderbereich mit Einsatznummer, Stichwort, Einsatzort und Meldebild. Ein Klick darauf legt das vollständige Alarmfax in ein eigenes Fenster. Lies es, bevor du irgendeine Taste drückst, denn darin steht der ganze Auftrag.

Hier entscheidet sich, ob das Spiel etwas taugt. Technisch kannst du dich in vier Sekunden durch alle Ziffern klicken, nur hat dann niemand etwas davon. Status drei, ausgerückt, setzt du nach etwa fünfzehn bis neunzig Sekunden, also nach der Zeit, die Ausrücken wirklich kostet. Dann überlegst du dir eine Anfahrtszeit, drei bis vier Minuten sind ein guter Richtwert, und erst danach kommt Status vier, am Einsatzort eingetroffen.

Der Simulator misst keine Entfernung und kennt keine Fahrzeit, denn der Einsatzort ist ein Textfeld und keine Koordinate. Wie lange du brauchst, überlegst du dir selbst und meldest es ehrlich. Im Rettungsdienst folgen Status sieben für den aufgenommenen Patienten und Status acht am Transportziel. Nach dem Einsatz meldest du dich mit eins oder zwei wieder einsatzbereit.

Funkdisziplin und Lautstärke

Wenn du etwas melden willst, drückst du nicht einfach die Sprechtaste, sondern setzt Status fünf, den Sprechwunsch. Die Leitstelle ruft dich auf, sobald sie kann, erkennbar an der Sprechaufforderung mit Hinweiston und blauem Hinweis am Funkgerät. Das gilt auch dann, wenn die Rufgruppe gerade still ist, denn eine stille Gruppe heißt nicht, dass die Leitstelle frei ist.

Der Grund ist einfach: Auf einer Rufgruppe kann immer nur eine Person sprechen, und am Leitstellenplatz sitzt ein Mensch, der teils bis zu sechs Rufgruppen gleichzeitig überwacht. Wer ohne Aufforderung dazwischenfunkt, erzwingt eine Wiederholung und kostet alle anderen Zeit.

Ist es dir zu laut, dreh die einzelne Gruppe herunter statt den Ton insgesamt: Jede Rufgruppe hat in der Sprechleiste einen eigenen Lautstärkeregler. Und wenn du noch nicht gut funken kannst, sag es einfach. In den meisten Runden bringt es dir jemand bei, und eine Leitstelle, die Anfänger anfährt, hat bald keine mehr.

Dienstende und Fahrzeug abgeben

Am Ende fährst du zurück auf die Wache, setzt Status sechs und verlässt das Fahrzeug danach auch wirklich. Genau dieser letzte Schritt wird am häufigsten vergessen, und ein Fahrzeug, auf dem noch jemand sitzt, ist für alle anderen blockiert.

In der Web-Konsole setzt du Status sechs, gibst frei und wählst am Fahrzeug Fahrzeug verlassen. In der App hältst du die Taste sechs lang gedrückt und tippst dann im Reiter Leitstelle auf Fahrzeug verlassen.

Musst du kurzfristig weg, sag kurz im Chat oder in der Rufgruppe Bescheid und setz dann Status sechs. Ein Fahrzeug, das wortlos verstummt, bindet der Leitstelle eine Einheit, mit der sie noch rechnet. Wer sein Fahrzeug selbst freigibt, kommt wegen der Wechselsperre erst nach einer kurzen Wartezeit auf ein anderes.