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Einsätze im Funkspiel

Ein Funkspiel besteht nicht aus einzelnen Alarmen, sondern aus Einsätzen. Der Ablauf ist immer derselbe: eröffnen, disponieren, alarmieren, Lage führen, abschließen. Wer alarmiert, ohne vorher disponiert zu haben, alarmiert niemanden - das ist der häufigste Anfängerfehler.

Übungsnotruf annehmen

Übungsnotrufe gibt es nur im Funkspiel und nur für den, der gerade selbst am Leitstellenplatz sitzt. Das Recht Leitstelle allein genügt dafür nicht, weder für den Notruf-Reiter noch für Banner und Klingelton.

Der Server würfelt Szenario und Adresse aus dem Adresspool der Leitstelle. Statt frei zu tippen, wählst du aus vorbereiteten Fragen. Die Antworten werden erst auf die Frage hin geladen, sonst ließe sich das Szenario vorab auslesen und der Notruf wäre kein Notruf mehr.

Es laufen höchstens fünf Anrufe gleichzeitig je Leitstelle und höchstens ein Gespräch je Disponent. Wer einen Anruf auslöst, bekommt fünf Sekunden Vorsprung, damit es kein Wettrennen um denselben Anruf gibt. Aus dem Gespräch heraus legst du den Einsatz an; die Gesprächsnotiz wandert dabei ins Einsatztagebuch.

Einsatz eröffnen

Im Funkspiel eröffnet die Leitstelle einen Einsatz mit Stichwort, Meldebild, Ort, Melder und Dringlichkeit. Jeder Einsatz bekommt eine laufende Nummer, damit alle im Funk dieselbe Referenz nutzen können. Geschrieben wird sie überall mit Doppelkreuz und Zahl.

Es gibt keine Karte und kein GPS. Ort und Lage sind bewusst textlich, wie in vielen Übungen ohne digitale Lagekarte. So bleibt der Fokus auf Funk und Disposition.

Unter den Feldern stehen die Alarmschleifen aus der Ausrückeordnung des Stichworts bereits vorausgewählt. Lässt du sie stehen, geht beim Anlegen ein Sofortalarm hinaus. Wer die Auswahl von Hand anfasst, dem räumt ein späterer Stichwortwechsel sie nicht mehr um. Fahrzeuge auf Status sechs sind in der Liste ausgeblendet, lassen sich aber über den Auge-Knopf wieder einblenden.

Disponieren und alarmieren

Zuerst hakt die Leitstelle die Einheiten an, die zum Einsatz sollen, entweder von Hand, über den Vorschlag der Ausrückeordnung oder per Rechtsklick auf das Fahrzeug. Ein disponiertes Einsatzmittel trägt danach die Einsatznummer an seiner Zeile und den Fernstatus C. Erst danach löst die Leitstelle den Alarm aus.

Nicht disponierte Einheiten bleiben außen vor, auch wenn sie in der Leitstelle online sind. Das verhindert, dass halbe Fuhrpark-Alarme ausgelöst werden, weil jemand vergessen hat abzuwählen. Fahrzeuge auf Status sechs werden übersprungen, unbesetzte Fahrzeuge erhalten den Alarm, hören ihn aber nicht.

Kommt später noch ein Fahrzeug dazu, wird es disponiert und per Nachalarm gerufen. Nach dem Alarm kannst du im Funk und in der App nachverfolgen, wer unterwegs ist und welche Status gesetzt werden.

Lage und Abschluss

Lagemeldungen und Nachforderungen schreibst du im Einsatz in der Konsole oder unter Mein Einsatz in der App, wenn du ein Fahrzeug besetzt hast. Beides darf ausdrücklich jeder, denn es ist der Rückweg von der Einsatzstelle. Disponieren und Alarmieren dagegen hängen an Rechten.

Beim Abschließen werden die Einheiten aus dem Einsatz gelöst. Das Tagebuch bleibt lesbar, damit ihr den Abend auswerten oder später weiter spielen könnt. Abgeschlossene Einsätze stehen eingeklappt unter den laufenden.

Aufbewahrt werden die letzten hundert Einsätze je Leitstelle. Die laufende Nummer zählt trotzdem weiter, damit es dieselbe Nummer nie zweimal gibt.

Abschnitte und Transportziele

Große Lagen lassen sich gliedern. Ein Einsatzabschnitt, ein Bereitstellungsraum oder ein Untereinsatz ist selbst ein Einsatz mit eigener Nummer und eigenem Tagebuch, hängt aber sichtbar unter seinem Haupteinsatz. Mehr als eine Ebene gibt es bewusst nicht, sonst wird die Liste unlesbar.

Für den Rettungsdienst gibt es Transportziele: Kliniken mit Fachabteilung und einer Aufnahmeampel von aufnahmebereit über begrenzt bis abgemeldet. Angemeldet wird je Fahrzeug und Einsatz, und an der Dispositionszeile steht danach das angemeldete Ziel.

Der Reiz liegt im Spiel: Die Leitstelle muss ein Ziel finden, das tatsächlich aufnimmt, statt den nächstgelegenen Namen einzutragen.