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Alarmierung: Schleifen, Töne, AAO

Alarmierung heißt: Die richtigen Leute erfahren, dass es losgeht. Im Simulator läuft das über Alarmschleifen mit Fünftonfolge und über die Ausrückeordnung am Stichwort. Hier steht, was eine Schleife ist, warum ein R in deiner Tonfolge auftaucht und wie die Ausrückeordnung entscheidet, wer vorgeschlagen wird.

Alarmschleifen

Eine Alarmschleife ist eine Sammelrufadresse: Wer darauf liegt, wird gemeinsam gerufen. Im echten Dienst ist das die Adresse im Funkmeldeempfänger, hier ist es dasselbe Prinzip. Eine Schleife trägt eine Adresse, eine Bezeichnung, eine Fünftonfolge und ihre Mitglieder, wobei Personen und Einsatzmittel nebeneinander darauf liegen können.

Angezeigt wird eine Schleife überall mit Nummer und Klartext, etwa 1234567 und Vollalarm. Der Name wird beim Absenden in die Meldung abgeschrieben und danach nicht mehr nachgeschlagen. Änderst du die Schleife später, bleibt das alte Protokoll trotzdem lesbar.

Ein bewährtes Schema bildet Ausrückegruppen ab, nicht Personengruppen: Vollalarm, Löschzug, Technische Hilfe, Führung. Wer nach Dienstgrad sortiert, bekommt Schleifen, die nie geschlossen ausrücken.

Die Fünftonfolge

Gehört wird die Fünftonfolge, nicht das Sirenenheulen: fünf kurze Töne auf den ZVEI-Frequenzen, wahlweise gefolgt von einem Weckton. Jede Schleife und jede Sirene trägt ihre eigene Folge aus fünf Zeichen, erlaubt sind die Ziffern null bis neun und der Buchstabe R.

Dieses R ist der Wiederholton. Zwei gleiche Ziffern hintereinander kann kein Empfänger trennen, deshalb geht etwa 11234 als 1R234 hinaus. Das macht die Software von selbst, du musst nur wissen, warum im Protokoll ein R steht, das du nie eingetippt hast.

Eine Alarmierung über vier Schleifen schickt vier Folgen hinaus, die nacheinander laufen. Der Ton ist eine Option und standardmäßig aus, mit eigenem, fest gedeckeltem Lautstärkeregler. Diese Obergrenze ist der Gehörschutz: Fünftonfolgen sind laut, und sie sind es mit Absicht.

Ausrückeordnung am Stichwort

Die Alarm- und Ausrückeordnung hängt am Stichwort und besteht aus zwei Teilen, die nebeneinander gelten. Die feste Zuweisung sagt, wer konkret gerufen wird: bestimmte Einsatzmittel, ganze Wachen oder Alarmschleifen. Der Bedarf sagt, was gebraucht wird: so viele Fahrzeuge eines Typs, so viel von einem Merkmal, so viele Kräfte.

Aus dem Bedarf rechnet der Server einen Vorschlag. Er alarmiert nichts, sondern schlägt vor, und du entscheidest, genau wie an einem echten Einsatzleitsystem. Was er nicht decken kann, kommt als Fehlbedarf zurück und steht sichtbar im Alarmfenster.

Als verfügbar zählt nur, was einsatzbereit ist, keinen Einsatzauftrag trägt und auf keinem offenen Einsatz hängt. Fahrzeuge auf Status sechs sind damit draußen und werden bei der Alarmierung ohnehin übersprungen. Bei mehreren passenden Mitteln entscheiden der genauere Typ, besetzt vor unbesetzt, die gleiche Wache und der geringste Überschuss.

Sirenen

Sirenen sind Einsatzmittel einer eigenen Art. Je Leitstelle lassen sich Signale hinterlegen, etwa Feueralarm, Warnung, Entwarnung, Probealarm oder ABC-Alarm, jeweils mit Muster, Taktung und optional eigener Fünftonfolge.

Das Heulen selbst erzeugt die Anwendung nicht mehr: Es passiert draußen auf dem Dach. Ein Sirenensignal beschreibt nur noch, was die Sirene vor Ort tut, und löst im Funkverkehr den entsprechenden Eintrag aus.

Eine Sirene hat keine Besatzung und keinen FMS-Status. Sie wird geschaltet, nicht gefahren, und taucht deshalb im Besetzen-Ablauf nicht auf.

MoWaS-Warnungen

Für die Lage, die größer ist als ein Einsatz, gibt es Warnungen an die Bevölkerung, im Spiel MoWaS genannt. Eine Warnung trägt eine Stufe, also Warnung, Alarm oder Katastrophe, dazu Titel, Gebiet und Text. Die Kanäle Rundfunk, Warn-App und Cell Broadcast sind reine Vermerke und steuern nichts.

Eine Warnung lässt sich mit einem laufenden Einsatz verknüpfen. Dann steht sie in dessen Tagebuch und wird beim Abschließen des Einsatzes von selbst aufgehoben. Das ist der nützlichste Teil, denn eine Warnung, an deren Rücknahme niemand denkt, steht sonst am nächsten Übungsabend noch da.

Eine neue Warnung spielt einen eigenen Ton, der sich deutlich von Statuston, Sprechwunsch und Notruf unterscheidet. Es gibt keine Verbindung zu NINA, zu Rundfunkanstalten oder zu Cell Broadcast: Die Warnung verlässt die Leitstelle nicht.