Leitstelle beitreten
Um an einer Leitstelle mitzuspielen, meldest du dich zuerst in der Web-Konsole oder im Leitstellen-Tab der App an. Danach kannst du im Verzeichnis nach einer passenden Leitstelle suchen oder die Leitstellenkennung mit PIN direkt eingeben. Beides führt in denselben Raum, in dem Status, Alarme und Funk zusammenlaufen.
Wenn dir jemand einen Einladungslink schickt, musst du die Daten meist nicht abtippen. Der Link enthält bereits Leitstelle und PIN. Du öffnest ihn im Browser oder in der App und landest direkt beim Beitritt.
Sirene, Funk und Melder in der App funktionieren auch ohne Konto. Für Verzeichnis, Beitritt und das Gründen einer eigenen Leitstelle brauchst du ein angemeldetes Konto. Beitreten, Funken und der einfache Funk sind kostenlos. Nur wer im Funkspiel auf dem Handy den Leitstellenplatz besetzen will, braucht Abo oder Einmalkauf. Die Web-Konsole ist vollständig kostenlos.
Konto und Registrierung
Web-Leitstelle und Leitstellen-Tab in der App setzen Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort voraus. Wähle einen Benutzernamen, den du gut wiederfindest: erlaubt sind drei bis zweiunddreißig Zeichen aus Kleinbuchstaben, Ziffern, Punkt, Unterstrich und Bindestrich, Großbuchstaben werden automatisch klein geschrieben.
Die E-Mail-Adresse muss echt sein und Post annehmen. Wegwerfadressen werden abgewiesen, und dieselbe Mailbox in anderer Schreibweise gilt als dieselbe Adresse: Punkte und ein Plus-Anhang machen daraus kein zweites Konto. Nach der Registrierung liegt eine Bestätigungsmail in deinem Postfach, und erst mit dem Klick darauf ist das Konto wirklich angelegt.
Der Bestätigungslink lebt vierundzwanzig Stunden. Klickst du ihn nicht an, wird das Konto wieder abgeräumt und der Benutzername ist frei. Hast du dich bei der Adresse vertippt, kannst du sie auf der Seite E-Mail bestätigen korrigieren, ohne angemeldet zu sein: Benutzername und Passwort genügen. Ohne bestätigte Adresse kommst du weder in eine Leitstelle noch kannst du eine gründen.
Rechtstexte und Geburtsdatum
Bei der ersten Anmeldung fragt die Konsole zwei Dinge ab, bevor sie eine Leitstelle öffnet: die Bestätigung von Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung in der geltenden Fassung und dein Geburtsdatum. Beides sind Zutrittsvoraussetzungen, keine Hinweise, und ein Später gibt es nicht.
Ändern sich die Rechtstexte, wird die Zustimmung erneut abgefragt. Das gilt auch für laufende Sitzungen. Das Anmelden selbst bleibt immer möglich, und der Bereich rund um dein Konto ebenfalls, damit du deine Daten abrufen oder das Konto auflösen kannst, wenn du nicht zustimmen willst.
Das Geburtsdatum steht allein an deinem Konto und dient dem Jugendschutz. Es taucht in keiner Leitstelle, keinem Funkprotokoll und keiner Mitgliederliste auf.
Benutzernamen ändern
Den Benutzernamen änderst du in der Web-Konsole unter sondersignal-app.de. Melde dich an, öffne oben in der Werkzeugleiste das Symbol Konto und wähle im Fenster Mein Konto den Bereich Anmeldung. Dort trägst du den neuen Benutzernamen ein, gibst zur Bestätigung dein aktuelles Passwort ein und klickst auf Benutzername ändern. In der App gibt es diese Funktion nicht, der neue Name gilt dort aber sofort mit.
Erlaubt sind drei bis zweiunddreißig Zeichen aus Kleinbuchstaben, Ziffern, Punkt, Unterstrich und Bindestrich. Großbuchstaben werden automatisch klein geschrieben. Ist der Name schon vergeben, bekommst du einen Hinweis und kannst einen anderen wählen. Der Benutzername lässt sich höchstens alle sieben Tage ändern, danach wartest du bis zur nächsten Änderung.
Nach der Änderung wirst du abgemeldet und meldest dich mit dem neuen Benutzernamen und deinem bisherigen Passwort wieder an, in der Web-Konsole ebenso wie in der App. Deine Mitgliedschaften, Rechte und Einstellungen bleiben erhalten. Der Benutzername ist deine Anmeldeidentität. Wenn du nur anders im Funk heißen willst, änderst du stattdessen im Bereich Profil den Anzeigenamen, dafür ist kein Passwort nötig.
Konto löschen
Du kannst dein Konto jederzeit selbst löschen, in der App wie in der Web-Leitstelle. In der App öffnest du den Reiter Info, tippst auf Konto und ganz unten auf den roten Knopf Konto löschen. Ein Dialog nennt die Folgen, mit Endgültig löschen bestätigst du. In der Web-Leitstelle stehst du entweder noch im Verzeichnis, dann führt der Knopf Konto dorthin, oder du bist schon in einer Leitstelle, dann öffnest du Verwaltung und wählst links unter Persönlich den Bereich Mein Zugang. In beiden Fällen wählst du dort Konto löschen, gibst dein Passwort ein und schreibst in das Feld Löschbestätigung exakt das Wort löschen. Erst dann wird der Knopf Konto endgültig löschen aktiv.
Die Löschung wirkt sofort und lässt sich nicht zurücknehmen. Dein Konto, deine Mitgliedschaften, Melderprofile und Gerätebindungen werden entfernt, und du wirst auf allen Geräten abgemeldet. Leitstellen, die du gegründet hast, werden mitgelöscht, mit allem, was darin steckt: Wachen, Einsatzmitteln, Alarmschleifen, Einsätzen und dem Journal. Das gilt auch dann, wenn noch andere Mitglieder darin sind: Ihre Konten bleiben bestehen, ihre Leitstelle ist weg. Soll die Leitstelle weiterlaufen, übergib sie vorher an ein Mitglied. In fremden Leitstellen trittst du mit der Löschung einfach aus.
Funkverkehr, Chat und Einsatzprotokolle der Leitstellen bleiben für die anderen Mitglieder stehen, dein Name wird darin durch Gelöschtes Konto ersetzt. Diese Inhalte unterliegen den Fristen aus der Datenschutzerklärung. Käufe im Play Store oder App Store sind vom Konto unabhängig und bleiben bestehen. Möchtest du später wieder mitspielen, registrierst du dich neu, der alte Benutzername ist dann wieder frei.
Meine Daten herunterladen
Eine vollständige Kopie deiner Daten ziehst du selbst, ohne Ticket und ohne Wartezeit. In der Web-Konsole findest du das unter Konto im Bereich Meine Daten. Du bekommst ein Archiv mit allem, was zu deinem Konto gespeichert ist, dieselbe Ausleitung, die auch die Administration erzeugen würde.
Mehr als drei Ausleitungen je Stunde sind nicht vorgesehen. Das ist keine Schikane, sondern schützt den Server: Eine solche Kopie einzusammeln ist aufwendiger als jede andere Handlung in der Anwendung.
Offen, auf Anfrage, nur mit Einladung
Jede Leitstelle legt fest, wie neue Mitglieder hereinkommen. Bei offenem Zugang reicht Leitstellenkennung und PIN oder der Teilen-Link. Wer diese Daten hat, kann beitreten, sofern die Leitstelle nicht zusätzlich registrierte Konten verlangt.
Bei Zugang auf Anfrage sendest du eine Beitrittsanfrage. Ein Admin der Leitstelle muss sie bestätigen. Offene Anfragen siehst du in der Konsole über dem Beitrittsformular, damit du weißt, dass noch auf eine Entscheidung gewartet wird.
Bei reiner Einladung gibt es keinen Verzeichniseintrag und keinen offenen Beitritt. Du brauchst einen Einladungscode aus dem Reiter Einladung. Der Code allein reicht nicht, du musst ihn in der App oder Konsole einlösen. Die Einstellung findest du als Admin unter Verwaltung und Zugang.
Was kostet das, und was ist kostenlos?
Die kurze Antwort lautet: fast nichts. Beitreten, Funken, Status setzen, Fahrzeuge besetzen, Alarm und Chat sind kostenlos, und die Web-Konsole im Browser ist vollständig kostenlos. Sirene, Funkgerät und Melder in der App gibt es ebenfalls umsonst und ungekürzt, sogar ohne Konto.
Bezahlt wird genau eine Sache, nämlich der Leitstellenplatz im Funkspiel auf dem Handy. Dafür gibt es zwei Wege mit identischem Umfang, ein Jahresabo oder einen Einmalkauf. Wer disponieren will, ohne zu zahlen, tut das am Rechner in der Web-Konsole. Käufe hängen am Store-Konto, sind vom Spielkonto unabhängig und überleben eine Kontolöschung.
Dass überhaupt Geld fließt, hat nüchterne Gründe: Die Stores verlangen zusammen rund einhundertfünfundzwanzig Euro im Jahr allein für die Veröffentlichung, die Server für die Echtzeit-Sprachübertragung kosten monatlich laufend, dazu kommen die rechtssichere Datenverarbeitung und die Entwicklung samt Support. Gutscheine auf Anfrage gibt es nicht, und Aktionen sind die seltene Ausnahme.
Die App für das iPhone ist noch nicht erschienen. Die Prüfung im App Store dauert erfahrungsgemäß Tage bis Wochen, und darauf hat das Projekt keinen Einfluss. Bis dahin öffnest du auf dem Gerät in Safari oder Chrome einfach die Web-Leitstelle und spielst dort; über das Teilen-Symbol legst du sie dir als Icon auf den Home-Bildschirm.
Benachrichtigungen
In der Web-Konsole steuerst du Benachrichtigungen unter Verwaltung, Mein Zugang und Benachrichtigungen. In der App findest du einen Schalter für Statusmeldungen am Dashboard und je Leitstelle eigene Einstellungen für Alarm, Sprechaufforderung, Anweisung, Sprachnachricht und Chat.
Damit Alarme und wichtige Status auch im Hintergrund ankommen, sollte Funkbereitschaft aktiv sein und die Akku-Optimierung des Handys die App nicht dauerhaft ausbremsen. Ohne diese Freigaben kann das System Meldungen verzögert oder gar nicht zustellen. Die Hintergrundwiedergabe des Funks ist bewusst ausgeschaltet: Ein Telefon, das in der Tasche unvermittelt Funkverkehr abspielt, will niemand.
Benachrichtigungen ersetzen kein echtes Alarmierungssystem. Sie dienen nur der Simulation und können je nach Gerät und Betriebssystem unterschiedlich zuverlässig sein.

