Zum Inhalt springen

Funkspruch und Chat

Funk ist der Kern des Ganzen. Gehört wird auf mehreren Rufgruppen gleichzeitig, gesendet immer nur auf einer. Ein Funkspruch dauert höchstens sechzig Sekunden, und pro Gruppe spricht immer nur einer. Der Chat läuft bewusst daneben, damit das Funkprotokoll lesbar bleibt.

Rufgruppe wählen

Senden funkt nur in genau eine Rufgruppe gleichzeitig. In der Konsole wählst du sie am Mikrofon unten, in der App oben auf dem Display. Ohne Fokus in einem Textfeld wechselst du in der Konsole mit Tab vor und mit Shift und Tab zurück. Mit Zirkumflex springst du zur zuletzt genutzten Sendegruppe und zurück. Empfangen kannst du mehrere Gruppen parallel, erkennbar an der Lautsprecher-Anzeige je Gruppe.

Die aktive Sendegruppe bestimmt auch, wer deinen Funkspruch hört und welche Kanalsperre greift. Wenn du in der falschen Gruppe sendest, wundern sich andere Teilnehmer zu Recht, weil sie dich nicht erwarten.

Nach dem Beitritt solltest du prüfen, ob du auf der richtigen Gruppe hörst und sendest. Viele Leitstellen starten mit einer Standardgruppe, manche haben getrennte Gruppen für Fachrichtungen oder Einsatzabschnitte.

Sprechtaste

Push-to-talk bedeutet: Taste gedrückt halten, sprechen, loslassen. Ein Funkspruch dauert höchstens sechzig Sekunden. Pro Gruppe kann nur eine Person gleichzeitig senden. Alle anderen sehen dann, dass der Kanal besetzt ist, samt Restzeit.

In der Konsole nutzt du die Sprechtaste oder die Leertaste, solange du nicht in einem Textfeld tippst. Mit Tab und Shift und Tab wechselst du die aktive Sendegruppe unter den Gruppen, die du mithörst. Mit Zirkumflex springst du zur vorherigen Sendegruppe. Live-Sprache ist der Standard: Nach dem Loslassen ist der Kanal schnell wieder frei. Zusätzlich wird eine Aufnahme hochgeladen, damit spätere Teilnehmer nachhören können.

Wenn der Kanal blockiert bleibt, hat vermutlich jemand sehr lange gesendet oder die Verbindung wurde unterbrochen. Kurz warten und erneut versuchen hilft meist. Bei dauerhaften Problemen Seite oder App neu laden.

Abbildung 1Die Sprechleiste
Die Sprechleiste am unteren Rand der Konsole: links die breite Taste Sprechen mit dem Namen der Sendegruppe, daneben eine Glocke und der Knopf ICH; darunter zwei Rufgruppenkacheln, eine grün mit der Marke TMO, eine blau mit der Marke DMO, jede mit Lautsprechersymbol, Lautstärkeregler und der Zeile noch niemand.
Die große Taste links sendet - auf genau der Gruppe, die darauf steht. Jede weitere Gruppe, die du mithörst, bekommt eine eigene Kachel mit eigenem Regler; die Marke TMO oder DMO sagt, ob die Leitstelle mithört. Die Glocke schaltet die Töne, ICH zeigt deine Kennung. Zum Vergrößern anklicken.

TMO und DMO

Im Netzbetrieb, TMO, läuft der Funk über das Netz, und die Leitstelle hört mit. Im Direktbetrieb, DMO, sprechen die Geräte unmittelbar miteinander, ohne Netz und ohne Leitstelle. Wer dort funkt, redet mit den Leuten vor Ort.

Daraus folgt eine Regel, die im Spiel oft für Verwirrung sorgt: Notruf und Sprechwunsch, also Status null und Status fünf, richten sich an die Leitstelle, und die hört im Direktbetrieb nicht mit. Die Oberfläche warnt davor, setzt den Status aber trotzdem.

Am Leitstellenplatz gilt im Direktbetrieb umgekehrt: nur zuhören. Hineinsprechen geht dort nicht, die einzige Ausnahme ist der All-Ruf. Ein gewöhnlicher Druck auf die Sprechtaste sagt das als Hinweis, statt stumm nichts zu tun.

Nachhören und Speicherung

Aufnahmen findest du in der Konsole im Funkverkehr und lassen sich dort einzeln abspielen. Funksprüche und Chat werden höchstens dreißig Tage gehalten oder auf zweihundert Einträge je Leitstelle begrenzt, je nachdem, was zuerst eintritt. Ist eine Aufnahme abgelaufen, bleibt der Protokolleintrag stehen und zeigt an, dass sie nicht mehr verfügbar ist.

Einzelne Aufnahmen lassen sich nicht manuell löschen, auch nicht vom Absender. Das hält das Protokoll nachvollziehbar und verhindert, dass jemand nachträglich Spuren verwischt. Für private Gespräche ist der Funk also ungeeignet.

Nachhören braucht etwas Zeit nach dem Senden, weil die Datei erst hochgeladen und verarbeitet werden muss. Bei schlechter Verbindung kann das einige Sekunden dauern.

Chat

Neben dem Funk gibt es einen Chat für Absprachen, die nicht ins Funkprotokoll gehören. Er hat einen eigenen Reiter in der Konsole. Das Funkprotokoll bleibt für Meldungen, Status und Einsatzinformationen reserviert.

Einzelne Befehle erzeugen statt einer gewöhnlichen Zeile eine hervorgehobene Karte, etwa Schrägstrich anleitung mit dem Verweis auf die Anleitung zum Mitmachen. Solche Karten landen als normale Chatnachricht und sehen bei allen Mitgliedern gleich aus.

Ein Schrägstrich am Anfang öffnet die Liste der Befehle, die dir hier zur Verfügung stehen. Mit den Pfeiltasten wählst du, mit Tab oder Enter übernimmst du, Escape schließt die Liste. Ein Befehl, den es nicht gibt, wird nicht gesendet, sondern mit einem Hinweis abgewiesen.

Admins entfernen ein Mitglied mit Schrägstrich kick und dem Namen. Den globalen Bann gibt es nur im Rechtsklick auf eine Person, nicht als Chat-Befehl. Superadmins haben dort zusätzlich Hinweis senden: Der Text geht nicht in den Chat, sondern nur an dieses Konto und erscheint dort als Hinweisfenster.

Chat-Nachrichten werden begrenzt gespeichert, längstens dreißig Tage oder maximal zweihundert Nachrichten je Leitstelle. Danach verschwinden ältere Beiträge automatisch.

Der Chat ersetzt keinen Funk und umgekehrt. Für alles, was alle sofort hören sollen, bleibt die Sprechfunk-Taste der richtige Weg.

Kein Ton

Im Browser prüfst du zuerst, ob du überhaupt schon einmal auf die Seite geklickt hast: Viele Browser geben Audio erst nach einer echten Nutzergeste frei. Das ist keine Eigenheit des Simulators, sondern eine Schutzfunktion der Browser. Danach kommen die Tab-Lautstärke und die Frage, ob der Tab stummgeschaltet ist.

Jede Rufgruppe hat einen eigenen Lautstärkeregler in der Sprechleiste. Steht er auf null, bleibt genau diese Gruppe still, während alles andere hörbar ist. Fehlen nur die Statustöne, obwohl Sprache ankommt, ist die Glocke in der Kopfleiste aus. Der Alarmton der Fünftonfolge ist davon noch einmal getrennt und standardmäßig ausgeschaltet.

In der App helfen Medienlautstärke, das gewählte Funkprofil und der Modus Nicht stören. Kopfhörer, Bluetooth und Wechsel zwischen Lautsprecher und Ohrhörer können ebenfalls stumm wirken, obwohl alles korrekt eingestellt aussieht. Ein kurzer Test mit eingebautem Lautsprecher schafft Klarheit.

Sprechaufforderung und Anweisung

Die Leitstelle kann eine Einheit gezielt zur Funkaufforderung rufen. Das Funkgerät spielt dann einen Hinweiston und zeigt einen blauen Hinweis an. So merkst du, dass du als Nächstes sprechen sollst, auch wenn du gerade nicht auf das Display schaust.

Eine Anweisung ist ein Kurztext, der direkt auf dem Funkgerät-Display erscheint, vergleichbar mit einer kurzen Meldung der Leitstelle. Sie eignet sich für klare, kurze Aufträge ohne langes Funkgespräch. Auch ein angeordneter Rufgruppenwechsel kommt auf diesem Weg an, und dein Funkgerät folgt automatisch.

Beides sind Werkzeuge der Leitstelle im Spiel. Sie haben nichts mit echten Einsatzaufträgen oder behördlicher Alarmierung zu tun.