Wie ist die Konsole aufgebaut?
Die Konsole teilt den Bildschirm in drei Spalten und eine Leiste. Links stehen die Einsatzmittel mit ihren Rufgruppen, darunter dein eigenes Statusfeld mit den Ziffern null bis neun. In der Mitte liegt der Funkverkehr, daneben als zweiter Reiter die Flugkarte. Rechts sitzen die Reiter Mitglied, Sondersignal, Alarm, Chat und Daten, und darunter das, was zur gerade gewählten Einheit gehört.
Unten läuft über die ganze Breite die Sprechleiste. Sie enthält die große Sprechtaste mit der Rufgruppe, auf der du sendest, die Glocke für die Töne, deine Kennung und für jede mitgehörte Rufgruppe einen eigenen Regler. Diese Leiste bleibt immer sichtbar, egal was du sonst gerade tust, denn sie ist der Teil, der im Ernstfall in einer Sekunde erreichbar sein muss.
Ganz oben stehen der Name deiner Leitstelle, die Mitgliederzahl, die PIN zum Weitergeben und, wenn du das Recht dazu hast, der Knopf Verwaltung. Über den Namen kommst du zurück ins Verzeichnis, wenn du die Leitstelle wechseln willst.
Rechtsklick-Menüs
Vieles in der Konsole erreichst du mit der rechten Maustaste, ohne den Arbeitsbereich zu wechseln. Ein Rechtsklick auf ein Fahrzeug bietet Sprechaufforderung, Einsatz zuordnen und alarmieren, Status und Fernstatus, Rufgruppe wechseln, Funkaufschaltung, Besetzen und Freigeben. Ist das Fahrzeug disponiert, hängt das Einsatzmenü als Untermenü dran.
Ein Rechtsklick auf eine Person zeigt, je nach Recht, Melden, Entfernen mit Bannen oder Kicken, Timeout für die stille Treppe und für Superadmins den globalen Bann. Ein Rechtsklick auf einen Einsatz öffnet ihn, erfasst Lagemeldung oder Nachforderung, disponiert Fahrzeuge, schaltet alle Fahrzeuge auf eine Rufgruppe, löst einen Nachalarm aus, ändert die Dringlichkeit oder schließt ab.
Auch im Funkprotokoll und im Chat funktioniert das: Eine Protokollzeile mit Einsatznummer öffnet das Einsatzmenü, eine Sprachdurchsage oder Chat-Nachricht das Personenmenü des Absenders, dort zuoberst die Funkaufschaltung auf seine Rufgruppe. Wo kein Eintrag für dich in Frage kommt, öffnet sich kein Menü. Die Menüs lassen sich vollständig mit der Tastatur bedienen, auch über die Menütaste oder Shift und F10.
Tastatur
Die Leertaste ist die Sprechtaste, solange du nicht in einem Textfeld tippst. Mit Tab und Shift und Tab wechselst du die Sendegruppe unter den Gruppen, die du mithörst, mit Zirkumflex springst du zur vorherigen Sendegruppe zurück. Strg und Leertaste löst den All-Ruf aus, der bewusst auf alle Gruppen hinausgeht.
Den Status setzt du am ausgewählten Einsatzmittel über den Ziffernblock, also die Tasten rechts auf der Tastatur. Die Zifferreihe über den Buchstaben tut absichtlich nichts, weil sie beim Tippen unter den Fingern liegt.
Ein Klick in eine Zeile wählt die Einheit aus, und der Arbeitsbereich zeigt daraufhin alles zu genau dieser Einheit. Ausgewählt ist dabei immer nur eine, damit ein Tastendruck nie eine Überraschung auslöst.
Bereiche als eigenes Fenster
Auf einem Rechner mit mehreren Bildschirmen kannst du Einsatzmittel, Funkverkehr, Einsätze, Arbeitsbereich und Sprechleiste einzeln als eigenes Fenster öffnen. Der kleine Knopf Als Fenster öffnen sitzt im Kopf jedes Bereichs. Das Fenster wandert nach Möglichkeit auf den zweiten Bildschirm; dafür fragt der Browser einmal nach Bildschirmzugriff.
Ausgelagerte Bereiche bleiben mit dem Hauptfenster verbunden: Auswahl, Einsatz öffnen und Funkaufschaltung laufen fensterübergreifend. Wichtig ist dabei eine Regel: Genau ein Fenster hält die Sprechleiste, und nur dort wird gesendet, live gehört und die Signaltöne gespielt. Wer im Hauptfenster nicht senden kann, hat die Leiste in einem anderen Fenster.
Zurück geht es über Ansicht in der Kopfleiste des Hauptfensters, das alle Bereiche wieder andockt, oder über Andocken im Fenster selbst. Blockiert der Browser das Fenster, erlaube Popups für diese Seite über das Symbol in der Adressleiste und klicke erneut. Zwei vollständige Konsolen in zwei Tabs sind dagegen keine gute Idee, weil sie dich schneller an die Drosselgrenze bringen.
Web-Leitstelle als App installieren
Am Rechner brauchst du keinen Download: Die Web-Leitstelle lässt sich direkt aus dem Browser heraus wie ein eigenständiges Programm einrichten. Du bekommst dann ein eigenes Fenster ohne Adressleiste, ein Icon auf dem Desktop, im Startmenü oder im Dock und einen schnelleren Start, ohne die Adresse noch einmal einzutippen. Die installierte Fassung öffnet direkt die Leitstelle statt der Startseite.
In Chrome und Edge achtest du rechts in der Adressleiste auf das kleine Installationssymbol, meist ein Monitor mit Pfeil oder ein Pluszeichen. Fehlt es, findest du den Punkt im Drei-Punkte-Menü oben rechts, bei Edge unter Apps. In Safari auf dem Mac geht es ab macOS Sonoma über Ablage und Zum Dock hinzufügen. Firefox kann das von Haus aus nicht; dort bleibt ein Lesezeichen, oder du nimmst Chrome oder Edge. Auf dem iPhone legst du die Seite über das Teilen-Symbol auf den Home-Bildschirm, auf Android über das Menü von Chrome.
Updates musst du nie einspielen. Inhalte und Neuerungen kommen weiterhin vom Server, und beim nächsten Start ist der aktuelle Stand da. Offline arbeiten kann die installierte Fassung allerdings nicht: Sie ist ein Browserfenster mit eigenem Rahmen, und ohne Verbindung geht darin so wenig wie in einem gewöhnlichen Reiter.
Entfernen kannst du sie jederzeit, ohne etwas zu verlieren, denn Konto, Leitstellen und Fuhrpark liegen auf dem Server. In Chrome und Edge öffnest du im App-Fenster das Drei-Punkte-Menü und wählst deinstallieren, in Safari klickst du das Icon im Dock mit rechts an und nimmst Aus Dock entfernen.
Datenabfragen und Karte
Am Leitstellenplatz gibt es einen Reiter Daten mit nachgebildeten Abfragen: ZEVIS für Fahrzeuge, XP für Personen, EMA für das Einwohnermeldeamt und TKA für eine Telefonortung. Alle Ergebnisse sind erfundene Musterdaten. Dieselbe Suche liefert auf allen Geräten dieselbe Antwort, damit eine Runde gemeinsam über denselben Fall sprechen kann.
Es gibt keine Verbindung zu irgendeinem echten Register und keine Schnittstelle zu einer Behörde. Auch wenn nur Musterdaten zurückkommen: Namen und Kennzeichen realer Personen gehören nicht in ein Spiel.
In der mittleren Spalte lässt sich neben dem Funkprotokoll eine Flugkarte einblenden, die Flugzeuge aus dem VATSIM-Netz zeigt. Trägt ein Einsatzmittel deiner Leitstelle ein passendes Rufzeichen, erscheint es dort in seiner Statusfarbe. Für die Karte gibt es eine eigene Zustimmung, weil dabei Daten eines fremden Dienstes geladen werden.
Sondersignal in der Konsole
Wer kein Disponent ist, sondern eine Besatzung spielt, findet im Arbeitsbereich einen Reiter Sondersignal mit Blaulichtbalken, Heckmatrix und Signalhorn. Am Leitstellenplatz ist er ausgeblendet: Wer disponiert, fährt nicht.
Das läuft rein lokal im eigenen Browser. Kein Server ist beteiligt, nichts davon erscheint in einem Protokoll, und niemand anderes hört oder sieht es. Es ist die Stimmung am eigenen Platz, nicht Teil des Funkverkehrs.
Ein Signalhorn ist laut, auch als Nachbildung. Stell die Lautstärke einmal in Ruhe ein, bevor der erste Alarm kommt, besonders mit Kopfhörern.
Superadmin-Reiter
Konten des Entwicklers sehen in jeder Leitstelle den zusätzlichen Reiter Superadmin im Arbeitsbereich. Dort tragen sie sich mit vollen Rechten oder als Mitbesitzer ein, übernehmen den Gründerbesitz oder tragen sich wieder aus. Alles Weitere, etwa das Leeren von Chat und Funk oder die Kennzeichnung als offizielle Leitstelle, liegt im Admin-Dashboard.
Der Superadmin darf alles, was der Besitzer darf, ohne Mitglied sein zu müssen. Nur Mein Zugang und das Verlassen der Leitstelle fehlen ihm, weil beides an eine Mitgliedschaft gebunden ist. Folgenreiche Schritte fragen vorher nach.
Für normale Mitglieder und Leitstellen-Admins ist dieser Reiter unsichtbar. Wer versucht, den Adminbereich ohne Berechtigung aufzurufen, wird übrigens sofort gesperrt, auch aus Neugier. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme und keine Strafe, aber sie trifft zuverlässig.
