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Einsatzmittel und Fuhrpark

Einsatzmittel ist der Oberbegriff für alles, was alarmiert oder besetzt werden kann: Fahrzeug, Anhänger, Abrollbehälter, Sirene, Gerät. Es gibt sie nur im Funkspiel. Hier steht, wie ein Fuhrpark entsteht, wie man ihn besetzt und warum man nach dem Freigeben manchmal kurz warten muss.

Einsatzmittel anlegen

Angelegt wird in der Verwaltung unter Einsatzmittel. Ein Einsatzmittel trägt eine Kennung, also den Funkrufnamen, eine Art, optional einen Typ und Merkmale, eine Standardstärke, eine Wache und eine Heimatrufgruppe. Dazu kommt eine Freigabeliste, wer es besetzen darf: Ist sie leer, darf jeder.

Sinnvoll ist die Reihenfolge Wachen, dann Typen, dann Einsatzmittel. Wer andersherum anfängt, trägt dieselben Angaben mehrfach von Hand ein. Für einen vollständigen Fuhrpark gibt es zusätzlich einen Import, der schneller ist als dreißig Mal dasselbe Formular.

Sirenen sind ein Sonderfall: Sie haben keine Besatzung, keinen Status und tauchen im Besetzen-Ablauf gar nicht auf. Sie werden geschaltet, nicht gefahren.

Typen und Merkmale

Ein Typ ist die Bauart, etwa HLF 20, LF 10, RTW oder FuStW. Es gibt fertige Vorlagen nach Normung, die deine Leitstelle übernimmt. Dabei wird kopiert: Die Kopie gehört dir und ist danach frei änderbar, die Vorlage selbst bleibt unangetastet.

Ein Merkmal ist eine einzelne, prüfbare Eigenschaft, bewusst klein geschnitten: Rüstsatz ja oder nein, Löschwasser in Litern, Sandsäcke als Stückzahl. Steht ein Merkmal am Typ und am einzelnen Einsatzmittel, gewinnt der Wert am Einsatzmittel. So kann ein einzelnes HLF mehr Wasser fassen, ohne dass dafür ein eigener Typ erfunden werden muss.

Der Sinn von beidem zeigt sich in der Ausrückeordnung: Sie kann dann sagen, dass zwei Streifenwagen und ein Fahrzeug mit Rüstsatz gebraucht werden, statt eine feste Fahrzeugliste zu pflegen, die bei jeder Änderung veraltet.

Besetzen und freigeben

Besetzt wird per Rechtsklick auf das Einsatzmittel, in der Einheitenliste ebenso wie im Tableau. Eine eigene Liste dafür gibt es nicht mehr, denn das Fahrzeug steht ohnehin schon da. Ab dem Aufsitzen hängen Status, Rufgruppe und Alarm am Einsatzmittel und nicht mehr an dir.

Eine Person kann mehrere Einsatzmittel gleichzeitig führen, sofern die Leitstelle das erlaubt. Der Melder hört dann auf alle davon, und der Status wird je Fahrzeug gesetzt.

Beim Freigeben fällt die Rufgruppe auf die Heimatgruppe des Fahrzeugs zurück, und eine von der Besatzung gemeldete Stärke fällt auf die Standardstärke zurück. Beides erledigt der Server, unabhängig davon, auf welchem Weg freigegeben wurde.

Wechselsperre

Wer sein Fahrzeug selbst freigibt, kommt erst nach einer kurzen Wartezeit auf ein anderes freies Fahrzeug. Einstellbar sind aus, eine Minute als Standard, fünf oder zehn Minuten. Der Sinn ist, dass die Leitstelle nicht im Sekundentakt neue Kennungen vor sich hat.

Keine Sperre entsteht, wenn jemand anderes handelt: Gibt die Leitstelle das Fahrzeug frei, setzt dich ein Disponent auf ein Fahrzeug, gehst du auf den Leitstellenplatz oder greift die Inaktivitäts-Freigabe, fällt eine laufende Sperre weg. Wer selbst das Recht Fahrzeuge hat, ist nie gesperrt.

Die Restzeit siehst du an der Liste der freien Fahrzeuge. Eine Wechselsperre sieht leicht aus wie eine fehlende Berechtigung, ist aber keine.

Stärke melden

Es gibt zwei Stärken. Die Standardstärke steht in der Verwaltung am Einsatzmittel und beschreibt die Sollbesatzung nach Führer, Unterführer und Mannschaft. Die Ist-Stärke meldet die Besatzung für die Dauer ihrer Besetzung.

Die Ist-Stärke ist das, womit die Ausrückeordnung rechnet, wenn ein Stichwort zwölf Kräfte fordert. Sie fällt beim Freigeben von selbst wieder auf die Standardstärke zurück.

Für eine kleine Runde lohnt es sich, die Ist-Stärke ehrlich zu melden: Sonst schlägt die Ausrückeordnung Fahrzeuge vor, die auf dem Papier voll besetzt sind und tatsächlich mit zwei Leuten fahren.

Anhänger und Abrollbehälter

Anhänger und Abrollbehälter werden nicht besetzt, sondern gekuppelt. Sie haben keine eigene Besatzung und keinen eigenen Funk, sondern hängen an dem, was sie zieht.

Dabei gelten ein paar Regeln: Ein Abrollbehälter braucht ein Wechselladerfahrzeug, das Zugfahrzeug muss für Anhänger freigegeben sein, und beide müssen zur selben Leitstelle gehören. An sich selbst kuppelt nichts.

Im Funkverkehr bleibt damit die Zuordnung eindeutig: Es spricht das Zugfahrzeug, nicht der Anhänger.