Anleitung
In drei Kapiteln zum Mitfunken
Ohne Vorwissen, ohne Fachjargon. Jedes Kapitel erklärt erst, was passiert, und lässt dich danach selbst ausprobieren. Die Übungsteile sind Attrappen – es wird nichts gesendet und nichts gespeichert.
Kapitel 1
Leitstelle: gründen, beitreten, einladen
Eine Leitstelle ist euer gemeinsamer Raum. Alle, die drin sind, sehen den Status der anderen, hören dieselben Funksprüche und können alarmiert werden. Du kannst in mehreren gleichzeitig sein – eine mit Freunden, eine für die Übung.
Eigene gründen oder einer beitreten?
Beides beginnt gleich: Du öffnest die Konsole und entscheidest dich. Gründen heißt, du gibst der Leitstelle einen Namen und bekommst sofort eine kurze ID und eine PIN. Beitreten heißt, du suchst eine Leitstelle im Verzeichnis oder tippst ID und PIN ein.
Deinen Anzeigenamen gibst du erst beim Beitritt ein – das ist der Name, den alle anderen von dir sehen. Rufnummer (ISSI) und Funkrufname (OPTA) kannst du danach in der Konsole ergänzen; nötig ist das nicht.
Freunde einladen
Jede Leitstelle hat eine ID und eine PIN. Wer beides hat, kommt rein. Der Teilen-Knopf oben in der Konsole packt beides in einen Link – wer ihn öffnet, muss nichts abtippen und landet direkt im Beitritt.
Wenn du magst, trägst du die Leitstelle stattdessen ins öffentliche Verzeichnis ein. Dann findet man sie über die Suche. Du kannst die PIN-Pflicht dabei auch ganz abschalten – dann genügt ein Klick auf den Eintrag.
Wer darf was?
Als Gründer hast du alle Rechte. Für alle anderen entscheidest du einzeln: alarmieren, den Status anderer setzen, Rufgruppen und Schleifen verwalten – oder gleich „Admin“ für alles zusammen.
Zu finden ist das unter Verwaltung → Mitglieder verwalten. Dort entfernst du auch Mitglieder wieder. Nur der Besitzer der Leitstelle ist geschützt: Ihn kann niemand entrechten oder hinauswerfen.
Ausprobieren
Deine Leitstelle (Beispiel)
ID K4F7QZ · PIN 8421
Kapitel 2
Funkspruch senden
Ein Funkspruch ist eine kurze Sprachnachricht. Halten, sprechen, loslassen – wie bei einem echten Funkgerät.
Erst die richtige Rufgruppe
Ein Funkspruch geht immer an eine Rufgruppe – das ist so etwas wie ein Kanal. Wer in einer anderen Gruppe steht, hört dich nicht. In der Konsole wählst du die Gruppe über das Auswahlfeld; in der App steht sie oben im Display des Funkgeräts.
Wählst du in der Konsole „Alle Gruppen“, wird auf jeder Rufgruppe der Leitstelle gleichzeitig gesendet – dann erreichst du wirklich alle.
Was beim Drücken passiert
Sobald du die Sprechtaste hältst, wird der Kanal für dich reserviert. In einer Rufgruppe spricht immer nur einer: Versucht jemand anders gleichzeitig zu senden, bekommt er „Kanal besetzt“ zu sehen – mit deinem Namen.
Beim Loslassen geht die Aufnahme raus. Die Reservierung bleibt so lange bestehen, wie die Nachricht bei den anderen läuft, und wird danach automatisch frei. Länger als 60 Sekunden geht kein Abschnitt – hängen bleiben kann der Kanal also nicht.
Wer hört das – und wie lange?
Alle, die gerade in derselben Rufgruppe stehen. In der App sofort, wenn sie offen ist; im Hintergrund nur, wenn die Hintergrundwiedergabe eingeschaltet ist. Zusätzlich wird jede Aufnahme hochgeladen – das ist die Zustellgarantie für alle, die gerade nicht zuhören konnten.
Nachhören lässt sich das im Funkverkehr und in der Durchsagen-Liste. Aufnahmen bleiben erhalten, solange die Leitstelle lebt – löschen kann sie niemand, auch der Absender nicht. Sie verschwinden erst mit der Leitstelle selbst, und die löscht sich, wenn 30 Tage lang kein Mitglied mehr erschienen ist.
Ausprobieren
Kapitel 3
Status setzen
Statt zu funken „bin unterwegs“ meldest du eine Ziffer. Jede hat eine feste Bedeutung, und die Leitstelle sieht auf einen Blick, wo alle stehen.
Die Ziffern
Das ist der FMS-Status, wie ihn der echte Funk auch kennt: 1 heißt „einsatzbereit über Funk“, 2 „einsatzbereit auf Wache“, 3 „Auftrag übernommen“, 4 „am Einsatzort“. Zwei Ziffern sind besonders: 5 ist der Sprechwunsch, 0 der Notruf.
In der App hältst du die Zifferntaste am Funkgerät gedrückt – kurz antippen reicht nicht. In der Konsole genügt ein Klick auf die Statuszeile.
Was danach passiert
Dein neuer Status steht sofort in der Mitgliederliste – farbig hinterlegt und mit Uhrzeit, seit wann er gilt. Im Funkverkehr taucht er zusätzlich als Eintrag auf, sodass sich später nachvollziehen lässt, wer wann was gemeldet hat.
Bei 5 (Sprechwunsch) und 0 (Notruf) meldet sich die App der anderen zusätzlich mit einer Benachrichtigung. In der Konsole kannst du auf so eine Meldung direkt mit einer Sprechaufforderung antworten – ein Klick auf die blaue Plakette genügt.
Ein Status je Leitstelle
Der Status gilt nur in der Leitstelle, in deren Rufgruppe du gerade eingebucht bist. Deine anderen Leitstellen behalten das, was du ihnen zuletzt gemeldet hast – ein Statuswechsel schlägt also nicht überall gleichzeitig durch.
Wer das Recht „Statusverwaltung“ hat, kann den Status anderer setzen oder auf den vorherigen zurücksetzen. Das Mitglied bekommt darüber eine Meldung ins Funkgerät.
Ausprobieren
Tippe eine Ziffer an und sieh, was sie bedeutet.
Und jetzt?
Öffne die Konsole und such dir eine Leitstelle – oder gründe deine eigene. Wenn noch etwas offen ist, steht die Antwort meist in den häufigen Fragen.